Die neue Leidenschaft: Brotwerkeln

Achtsame und nachhaltige Ernährung. Superfood hält Einzug in unserer Küche.

Tja, wie soll ich anfangen. Mitte Januar als die ganze Völlerei mit Weihnachtsessen und einigen Einladungen zu Apéros und Prosecco schlürfen etc. hinter mir lagen, stellte ich doch wie jedes Jahr fest, da hats doch ein paar Kilos mehr auf die Rippen gegeben. Zu allem Elend wird es immer schlimmer von Jahr zu Jahr, Frau wird ja nicht jünger. Somit hatte ich den ersten wahnwitzigen Plan eine 10-tägige Fastenkur zu starten. Hab ich auch gemacht, durchgehalten und mittelmässigen Erfolg gehabt. Naja, aber sichtlich angespornt, dass ich schon mal meine 1.5 Kilos weg hatte, wollte ich dranbleiben und gleich weiterfahren mit gesunder Ernährung. Nach ca. 1.5 Monaten war es dann vorbei mit meiner Motivation, da die Waage überhaupt gar nix weniger angezeigt hat nach dieser langen Zeit, von durchhalten und Gemüse essen etc. Schon ziemlich gefrustet und auch schon seit einiger Zeit ziemlich angeschlagen, überarbeitet und immer noch mind. 5 Kilo zu schwer, konsultierte ich auf anraten von Andrea meiner Mentorin und Coach, einen Arzt aufzusuchen, um mal einen Check zu machen. 

Fazit nach der Konsultation, weder Hefe (Hefeextrakte), noch Weissmehl, keinen Zucker und keine Milchprodukte in jeglicher Form verwenden (erstaunlich und beängstigend in wie vielen Produkten die Industrie Hefe und Zucker verarbeitet hat). Mein Stoffwechsel ist ausser Kontrolle und das muss ich in den Griff kriegen. So und jetzt sind wir da, wo quasi meine Erleuchtung begann. Ziemlich gefrustet bin ich nachhause gefahren mit der vermeintlichen Erkenntnis gar nix mehr essen zu dürfen ausser Gemüse und Bio-Fleisch. Dabei habe ich mir ja schon fast 2 Monate das Brot verkniffen und Pasta etc. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie dann der Heisshunger wächst genau diese Lebensmittel essen zu wollen die man vermeiden sollte. Aber wenn sie dann auch noch verboten werden, huch... dann wirds langsam prekär mit der guten Laune. Also begann ich zu recherchieren und prompt fand ich etliche Rezepte für Brot ohne Hefe. Am Tag darauf hab ich gleich die Bioläden unsicher gemacht und habe mich mit verschiedensten Zutaten eingedeckt, von Buchweizenmehl, Dinkelmehl und verschiedenen Körnern wie Sonnenblumen, Leinsamen, etc. So begann ich in meiner Küche zu werkeln. Ich probierte zum ersten mal Brot zu backen ohne Hefe. 

 

Also ich kann Euch sagen, sensationell. Selber Schulterklopf und richtig stolz auf mich. Jepp. Also ich war erstaunt, wie gut das Brot aussah, und es duftete so gut, als ich es aus dem Ofen nahm. Oh man, jetzt war Geduld angesagt, bis das Brot ausgekühlt war und ich endlich davon kosten konnte. Mmmmm es war super lecker und aussen schön knusprig. Sogar Murat hatte nach den ersten 2 Bissen gleich verkündet, dass er ab sofort nur noch selbst gemachtes Brot essen möchte. Hahaha was dann heisst, alle 2 – 3  Tage mich wieder ran ans Brotwerkeln zu machen. Schlussendlich bin ich nicht nur stolz auf das selbst gemachte Brot, sondern ich freue mich ausserordentlich Brot essen zu dürfen. Ja schon klar, jetzt denkt Ihr natürlich richtig, hat auch eine menge Kohlenhydrate, aber wisst Ihr was, ich hab mich dem ganzen abgeschworen und esse jetzt das was ich darf und was mir gut tut. Das mach ich mit Freude. Zudem ist Brotwerkeln irgendwie meditativ und macht wahnsinnig Spass.

Gerne möchte ich Euch weiter von meinen gesunden Gerichten ohne Hefe und Zucker berichten. Es hat mich wirklich in den Bann gezogen. Etlichen Menschen habe ich früher zugehört, was für uns nicht gut ist, bzw. was uns die Industrie als Essen auftischt. Aber wirklich darüber nachdenken tut man erst, wenn man auf einmal selber betroffen ist. Die sogenannten Superfoods sind immer mehr im Trend und ich denke, aus guten Grund. Weil sich viele Menschen von der Industrie nicht mehr diktieren lassen möchten, was gut für sie ist.

 

Ich habe Produkte von Alnatura verwendet. Die gibts mittlerweile auch schon im Grosshandel.

www.alnatura.com

 

Autorin: Aspasia