Ausflug ins Elsass

Colmar wir kommen!

Noch geflasht von unserem Wochenende im Elass, möchte ich Euch meine Begeisterung für den Elsass, Colmar meine neue Lieblingsstadt, und die Gaumenfreuden näher bringen.

Unsere lieben Freunde Ladina und Beat haben uns zu Hause abgeholt. Die Fahrt war sehr kurzweilig und dauert aus der Ostschweiz bis nach Colmar (mit Pause) knapp 3 Stunden. In unserem Boutique Hotel James angekommen, haben wir rasch eingecheckt und sind gleich los und wollten die ersten Eindrücke von Colmar sammeln. Unser Hotel lag ideal am Stadtrand, so dass wir nach 2 Gehminuten mitten im Geschehen waren. Als wir in die Fussgängerzone gelangt sind, spürten wir gleich die Magie von dieser Stadt. Wir entdeckten all die französischen Strassencafés und die Architektur der Fachwerkhäuser, die sehr eindrucksvoll waren. Man kommt aus dem staunen nicht mehr raus, jedes Haus mag es noch so klein und unbedeutend erscheinen, die Liebe zum Detail sieht man den Bauten an.  

Schon vom Hunger geplagt, haben wir gleich das erste Restaurant betreten  das uns magisch angezogen hat. Im Schaufenster standen lauter kleine Milchkannen in verschiedenen Grössen. Und auf der Speisekarte sahen wir die berühmten Tarte Flambée. Mmmhh endlich konnte ich sie kosten. Wir wurden sehr freundlich vom Inhaber empfangen und gleich bedient. Die Weinempfehlung folgte sogleich.

Das Ambiente war sehr heimelig, so macht Essen spass.  Unsere Tartes Flambée waren so lecker, ich hätte noch einen zweiten verputzen können, so gut schmeckten sie. Wieder gestärkt, wollten wir nun unsere Besichtigungstour durch Colmar fortsetzen.

 

Verzückt von farbenfrohen Fachwerkhäusern und den verwinkelten kleinen Strassen und Gassen standen wir teilweise verdutzt wieder an der Ausgangsstrasse und bemerkten, dass wir uns im Kreis gedreht haben. In Colmar kann man sich herrlich treiben lassen. Auch wenn die Altstadt voller Besucher und Touristen ist, sind hier alle sehr entspannt und freundlich. Ab und zu drehen die Touri-Bimmelbähnchen ihre Runden und dennoch hat Colmar etwas märchenhaftes und ganz Besonderes an sich. Wir waren Begeistert.

 

Einen Tag später war unser Ausflug nach Strasbourg geplant.

Das Frühstück wollten wir gleich in einem dieser Strassencafés einnehmen. Wir wurden fündig. Schnell kam ich von der Idee ab, ein Croissant zu essen, als ich auf der kleinen Karte sah, dass es hier Crêpes in allen Variationen gab. Hauchdünn und fluffig wurden diese serviert. Allein schon für diesen Crêpe würde ich wieder nach Strasbourg fahren. :-)

 

 

Gestärkt konnten wir nun unsere Tour beginnen. Ähnlich wie in Colmar, aber einfach in einer noch grösseren Dimension zeigt sich uns die wunderbare und schöne Stadt Strasbourg. Als erstes entdeckten wir die schöne Kathedrale, das Strasbourger Münster. Die Architektur ist sehr eindrucksvoll, auch im Innern der Kathedrale kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Damit wir in kürzerer Zeit mehr zu sehen bekamen, entschieden wir uns dann diese Bimmelbähnchen mal auszuprobieren. Für gerade Mal 7 Euro führte die 40-minutige Tour durch die ganze Stadt. Es hat sich wirklich gelohnt, denn zu Fuss hätten wir sicher 2 Stunden benötigt. Nein, nicht das wir zu faul waren oder gar müde die Stadt zu erkunden, wir hatten um die Mittagszeit in einem der kreativsten Brasserien reserviert. Natürlich in weiser Voraussicht, dass wir nicht die einzigen sind die sich das ehemaligen Nationalgestüt aus dem 18. Jahrhundert, umgebaut in der Optik eines riesigen Fasses, entgehen lassen möchten. É voila würde der Franzose sagen. Wir Standen also vor dem ehemaligen Pferdestall. Von Aussen konnte man sich kein wirkliches Bild davon machen, wie es wohl hinter den Fassaden aussieht. Als wir durch den Eingang in den Innenhof gelangt sind sahen wir das riesige Areal. Das neue Hotelgebäude ist sehr modern, aber ergänzt perfekt das renovierte Pferdegestüt. Durch das grosse Tor ging es dann in die Brasserie. Sofort fällt die riesige, eine Art Wendelholztreppe im Grossformat auf, die im Design eines Fasses ist. Aha, daher der Name Les Haras. Nichts mehr erinnert hier an einen Pferdestall. Im Gegenteil, die Innenarchitekten haben ganze Arbeit geleistet. 

 

 

Zuerst wollten wir unbedingt im Loungebereich einen Drink nehmen, bevor wir in den oberen Teil des Restaurants wechselten. Der Lamm-Burger ist sensationell und den Schellfisch mit Zitronenkartoffelstampf kann ich Euch wärmstens empfehlen. Auch das Entrecôte war schön Rosa und dazu die leckeren Pommes frites.

 

Ach ich könnte noch so viel schreiben, über das Les Haras, es hat mich beeindruckt, es hat uns beeindruckt und danke für den wunderbaren Tipp Ladina und Beat. Wir sind immer noch geflasht.

 

Natürlich haben wir noch mehr erlebt in diesen 3 Tagen, aber dies waren unsere persönlichen Highlights und Geschmacksexplosionen an diesem wunderbaren Wochenende.

 

Unser Fazit: Savoir vivre, heisst es so schön und dies verstehen die Elsässer am Besten. Nie hätten wir geglaubt uns innert wenigen Stunden von dieser gelassenen Art treiben zu lassen und unbewusst 3 Gänge zurück zuschalten. Wir haben das Elsass kennen und lieben gelernt, wir kommen wieder, ganz bestimmt.


Autorin: Aspasia